Alpstein Teil II
Sinn, Sein, Stein, Bock, auf Berge.




Kahlschlag, Kalkstein, Steinschlag, schlagfertig.



Endlich, endlos, losgelöst, Stein im Fall.

Enjoying nature and photography.
Sinn, Sein, Stein, Bock, auf Berge.




Kahlschlag, Kalkstein, Steinschlag, schlagfertig.



Endlich, endlos, losgelöst, Stein im Fall.

Steile Schrofen, sattes Grün, entfernte Rufe des Alpenschneehuhns, oder doch ganz nah? Das Gebimmel der Kühe, heiße Sonne reflektiert auf dreckigem Altschnee, Grate, Kalk, und kalte Seen.






Die undeutliche Silhouette als Hintergrund der Heimat an den Himmel gemalt. Schon beladen mit unzähligen Erinnerungen. Weitere werden gesammelt, manche eingefangen, mal mit Kamera, mal mit Herz. Mal mit Wanderschuh, mal mit Kletterschuh. Schafberg, Altmann, Schäfler, hauptsächlich den Massen auf dem Säntis entkommen. Ruhe im Biwak – bis der Wind pfeift. Ruhe im Kopf – bis die Beine weh tun.
slowly,
these days,
they fade away.
märz, april, mai,
vorbei am frühlingsregen in den see;
a sea of tears.
fader geschmack nach sommergras.
ein moment indem ich nur verlier,
verlor, vergessen – who cares?
wer bricht aus?
ordinary geworden vor lauter schreck,
a hum of maybe,
in der luft,
vielleicht auch nicht.








Sanft durchdringt sie alle Weite,
federleicht durchbricht sie Licht,
sie gibt Halt,
die Zeit steht still und jede Pflicht
verblasst, fast sagenhafte Kraft
durchdringt den Geist und wohnt im Kopf,
und es hallt
der leise Ruf des fernen Tals.





Ein letztes Wort, ein letzter Satz, laut geschwiegen, stark verdorrt die feinen Triebe, dort, wo leises Existieren platzt, und Leben Platz hat, Raum hat, nichts zu viel ist, dort, dort fliegen sie und wiegen sich ein letztes mal im Winde. Verschwiegene Geliebte, kriegende Besiegte, dort erliegen sie geschwinde uns'rer Gier: Schwalben der Nacht. Komm, spring hinüber, mach schon, komm, kopfüber in die letzte Schlacht.










Der Himmel überfüllt
mit blau
und flüchtigen Erinnerungen,
tropfend, wirbelnd,
gold'ne Sonne,
Fels ganz grau




und ganz umhüllt
in Weite,
ganz erfüllt, ich gleite
blass dahin,
verblasst wohin
es geht, erfasst
vom Sturm,
so rau.





Während wir den Kreuzbergen im Osten des Alpsteins im letzten Spätsommer schon vielfach Besuch abgestattet haben, blieb der Süden für mich bisher unbekanntes Gelände. Daher nehmen wir heute (26.10.2024) als sachte Einführung die Schafbergkante am Wildhuser Schafberg. Es ist ein wohliger Sommertag im späten Oktober: Der Zustieg ist gesäumt von bunten, raschelnden Blättern, die Sonne wärmt von außen, und der kurze steile Anstieg von innen, insbesondere weil wir einen ungewollten Abstecher nehmen und einige Höhenmeter extra zurücklegen müssen.
Die leichteste Route über die Kante ist mit 5c in der Schlüsselseillänge fair bewertet; schwieriger schien uns eher die Routenführung im unteren Teil: Vom ersten zum zweiten Stand gibt es eine Vielzahl möglicher Wege, die durchaus auch mal in den Bereich 6a fallen können. Hier gibt es eine wunderbare Übersicht, sowohl über den Zustieg als auch über den Weg des geringsten Widerstands für die ersten zwei Seillängen.






Ein erneuter Solo Durchstieg im Dezember blieb mir verwehrt, da sich in der Route doch einiges an Schnee und Eis in den schattigen Rissen sammelt; an den sonnen-zugewandten Wänden konnte ich indes super topropen um schonmal zukünftige Projekte auszuspähen.
Einige Zeit später gab es für mich dann noch die Tour Patschli am äußeren rechten Rand der Schafbergwand. Hier sind die Bohrhaken in angenehmen Abständen vorzufinden, dafür gibt’s teils erstaunlich anspruchsvolle Platten-Passagen und eine (sehr) kurze athletische Dachkletterei in der vorletzten Seillänge.

Hoch hinauf auf steilen Schrofen
schreite ich dem Schmerz davon
der sich einen Weg erschlich
ins Herz, ein scharfer Stich,
einwärts gekehrt quer ich
zum schmalem Pfad
zum scharfen Grat, bin frei, endlich.
Ein kleiner Stoß, ich fliege los
Gedanken brechen aus,
aus ihren Runden raus,
der Grat verschwunden, ungebunden
schweb ich hier in Dunkelheit –
es tut mir Leid.

And all is lost in a storm, of something sinister.
The Feeling of Losing Everything, Archive

They swarm in hundreds from below,
trudge through the meadows in a row,
to infiltrate the sacred realm,
to irritate, to overwhelm
the residents below the sky
who simply sigh and shy away –
their habitat is in decay
because of mankind's holiday.





Drawn to the void inside
alloyed by sweat and tears,
in search for heavy feet
and pure joy on repeat.
I only fear the laziness
while trying to escape the years
to find instead the emptiness
out there, wide landscapes all around,
a place where thoughts do have no doubt.





