Ich sah den fernen Morgen: Heller Schnee an dunklem Firmament, ein Spiegel seiner selbst, klar und rein.
Ich sah die Dunkelheit: Aus dem Schatten getrieben, gewachsen in das Licht, und doch nur ein Schatten seines selbst geblieben.
Ich sah den stolzen Gang vor den Massen der Gleichartigkeit. 100 stolze Gänge, alle für sich allein.
Ich sah euch, versteckt im Unterholz, im Schatten der Giganten, in der Blüte der Zeit, ihr branntet aus wie leise letzte Sterne, und verschwandet für immer.
Ich sah dich, trotz deiner lautlosen Schwingen der Sehnsucht, gestrandet am fernen Strand. Zusammen mit mir.
A dream within a dream, so vivid 'til the end, of endless walls of stone, of endless waterfalls, of falling out of space and time to come back down to earth to climb, of calls to action, never heard, of slowly crawling through the snow, of mirror-lakes that tear apart, of granite flakes that stretch so far, a heart is buried deep beneath where hazel hen meets wren, at last.
Sanft durchdringt sie alle Weite, federleicht durchbricht sie Licht, sie gibt Halt, die Zeit steht still und jede Pflicht verblasst, fast sagenhafte Kraft durchdringt den Geist und wohnt im Kopf, und es hallt der leise Ruf des fernen Tals.
Ein letztes Wort,
ein letzter Satz,
laut geschwiegen,
stark verdorrt die feinen Triebe, dort,
wo leises Existieren platzt,
und Leben Platz hat, Raum hat,
nichts zu viel ist, dort,
dort fliegen sie und wiegen sich
ein letztes mal im Winde.
Verschwiegene Geliebte,
kriegende Besiegte,
dort erliegen sie
geschwinde
uns'rer Gier:
Schwalben der Nacht.
Komm, spring hinüber,
mach schon, komm,
kopfüber in
die letzte Schlacht.
Während wir den Kreuzbergen im Osten des Alpsteins im letzten Spätsommer schon vielfach Besuch abgestattet haben, blieb der Süden für mich bisher unbekanntes Gelände. Daher nehmen wir heute (26.10.2024) als sachte Einführung die Schafbergkante am Wildhuser Schafberg. Es ist ein wohliger Sommertag im späten Oktober: Der Zustieg ist gesäumt von bunten, raschelnden Blättern, die Sonne wärmt von außen, und der kurze steile Anstieg von innen, insbesondere weil wir einen ungewollten Abstecher nehmen und einige Höhenmeter extra zurücklegen müssen.
Die leichteste Route über die Kante ist mit 5c in der Schlüsselseillänge fair bewertet; schwieriger schien uns eher die Routenführung im unteren Teil: Vom ersten zum zweiten Stand gibt es eine Vielzahl möglicher Wege, die durchaus auch mal in den Bereich 6a fallen können. Hier gibt es eine wunderbare Übersicht, sowohl über den Zustieg als auch über den Weg des geringsten Widerstands für die ersten zwei Seillängen.
Ein erneuter Solo Durchstieg im Dezember blieb mir verwehrt, da sich in der Route doch einiges an Schnee und Eis in den schattigen Rissen sammelt; an den sonnen-zugewandten Wänden konnte ich indes super topropen um schonmal zukünftige Projekte auszuspähen.
Einige Zeit später gab es für mich dann noch die Tour Patschli am äußeren rechten Rand der Schafbergwand. Hier sind die Bohrhaken in angenehmen Abständen vorzufinden, dafür gibt’s teils erstaunlich anspruchsvolle Platten-Passagen und eine (sehr) kurze athletische Dachkletterei in der vorletzten Seillänge.
Hoch hinauf auf steilen Schrofen schreite ich dem Schmerz davon der sich einen Weg erschlich ins Herz, ein scharfer Stich, einwärts gekehrt quer ich zum schmalem Pfad zum scharfen Grat, bin frei, endlich. Ein kleiner Stoß, ich fliege los Gedanken brechen aus, aus ihren Runden raus, der Grat verschwunden, ungebunden schweb ich hier in Dunkelheit – es tut mir Leid.
And all is lost in a storm, of something sinister.